Glossar

GG: Geologie trainer

Lehre von der Zusammensetzung, dem Bau und der Entwicklung der Erdkruste und der Erde.

Feste Gesteinshülle um die Erde, umfasst Erdkruste und den obersten, festen Teil des Mantels.

Flüssige und viskose Schicht unterhalb der Lithosphäre. Reicht in rund 250 km Tiefe im oberen Mantel.

Dicke der Gesteinsschicht, in der die Temperatur um 1 oC zunimmt. Abhängig von den vorherrschenden tektonischen Kräften.

Isolinien gleicher Temperatur

aufeinander zustossend

auseinander bewegend

aneinander vorbei gleitend

Ablagerung(-sgesteine)

Umwandlungsgesteine, aus Sedimentiten oder Magmatiten entstanden

aus Magma entstandene Gesteine (Vulkanite und Plutonite)

Gestein aus schnell abgekühlter Lava (an oder nahe der Erdoberfläche): Basalt (basisch), Andesit (intermediär), Rhyolith (sauer)

Gestein aus langsam abgekühltem Magma in der Tiefe: Gabbro (basisch), Diorit (intermediär), Granit (sauer)

überschobene Gesteinsschicht, v.a. in Faltengebirgen.

gefaltete Gesteinsschicht: symmetrisch, überschoben, Kofferfalte

inselartiger Erosionsrest einer Decke, der auf der darunterliegenden Decke liegt. Typische Beispiele sind Mythen, Oberbauenstock und Stanserhorn.

Eine Öffnung in einer geol. Decke, die den Blick auf die darunterliegende Schicht frei gibt.Typisches Beispiel ist das Engadiner Fenster.

Metamorphit, mit Sediment als Ausgangsgestein

Metamorphit, mit mamgatischem Gestein als Ausgangsgestein

Verfestigter Ablagerungsschutt aus den Uralpen, liegt im Schweizer Mittelland, besteht meist aus Ton, Mergel, Sandstein und Nagelfluh. Am Rande der Alpen bis 6‘000 und am Jurasüdfuss einige hundert Meter mächtig.

Währen der späten Alpenfaltung wurde der angrenzende Teil der Molasse aufgestellt. Sie bildet als Band einen Teil der Voralpen. Zur subalpinen Molasse gehört unter anderem die Rigi und die Beichlen im Entlebuch.

Ozean im Erdmittelalter vor rund 160 Mio. Jahren zwischen Europa und Afrika. In diesem Ozean lagerten sich unterschiedlichste Sedimente ab, die ab 100 Mio. Jahre vor heute zu unseren Alpen aufgefaltet wurden.

Die frühen Flüsse bei der Entstehung der Alpen lagern Geröll, Sand und Ton in den angrenzenden Meeresbecken ab. Diese Gesteinsformation neigt heute zu Hangrutschungen und zieht sich durch das Gebiet der Voralpen. Im Entlebuch vom Salwideli bis Glaubenberg.

Vulkanausbruch, bei dem die in der Kruste liegende Magmakammer entleert wird. Man unterscheidet effusiv (ausfliessend) bei basischem Magma und explosiv bei saurem Magma.

Von Vulkanen ausgeworfenes Lockermaterial: Asche, Lapilli, Bomben

Schwarzes Gestein, welches beim Austritt von basischem Magma entsteht. Zum Teil bilden sich 6-eckige Basaltsäulen

kleine, schwarzfarbene Kügelchen, dies sich aus ausgeworfenen Lavafetzen durch abkühlen bilden. Gehören zu den Pyroklasten.

Grössere Lavafetzen die beim Auswurf durch Rotation eine runde Form erhalten und abgekühlt zu Boden fallen. Gehören zu den Pyroklasten.

Eine Glutwolke bei Vulkanausbrüchen, bestehend aus Asche und Gasen, die bis zu 200 km/h schnell hangabwärts fliessen kann.

Eingestürzter Krater einer Vulkanexplosion ohne Lavaaustritt, ringförmig, kann mit Wasser gefüllt ein Vulkansee bilden.

Wenn bei einer heftigen Eruption die Magmakammer vollständig entleert wird, kann die Decke darüber einstürzen und eine kesselförmige Struktur an der Oberfläche entstehen. Bis zu 50 km im Durchmesser.

Ein innerhalb einer Platte gelegener Ort mit vulkanischer Aktivität. Dieser Ort ist fix an tief aus der D‘‘-Schicht aufsteigendes Magma gebunden. Durch die driftende Erdkruste entsteht eine Vulkanserie, wobei nur der jüngste und über dem Hot-Spot liegende Vulkan aktiv ist. Hawaii ist ein gut dokumentiertes Beispiel mit untermeerischer Vulkankette.

Aufbau der Erde aus verschiedenen Schichten. Grobeinteilung in Kruste (5-70 km dick), Mantel (2‘900 km) und Kern (3‘300 km). Die im Verhältnis extrem dünne Kruste lässt sich mit der Schale eines Apfels vergleichen.

Mohorovicic Diskontinuität, Dichtesprung, trennt Erdmantel und Erdkruste, verläuft durch die Lithosphäre.

Erdkruste auf welcher die Kontinente (z.B. Afrika) liegen, durchschnittlich 35 km dick, unter Gebirgen bis 70 km, ist weniger dicht als ozeanische Kruste.

Erdkruste unter den Ozeanen, Dicke durchschnittlich 5 km mächtig, ist dichter als ozeanische Kruste.

Schwimmgleichgewicht der Lithospärenplatten. Skandinavien wurde durch die Gletscher der letzten Eiszeiten zusätzlich in die zähflüssige Asthenosphäre gedrückt. Wegen dem schnellen Abschmelzen und der langsamen Reaktion der Asthenosphäre taucht Skandinavien noch heute langsam auf. Die Hebung beträgt im Zentrum der Platte bis anhin gegen 300 m und wird bis zum Erreichen der Isostasie anhalten.

Die durch Konvektionsströme verursachte Bewegung der Erdplatten.

Langsam ablaufende Umwälzungs-Ströme , die durch thermische Unterschiede angetrieben werden. Aus der Tiefe steigt erhitztes Material an die Oberfläche, kühlt ab und sinkt allmählich wieder in die Tiefe. Solche Kreisläufe sind aus dem Erdmantel und dem äusseren Erdkern bekannt.

Untermeerischer Gebirgszug bei divergierenden Plattengrenzen, z.B. Mittelatlantischer Rücken

[Ozeanboden-Spreizung] Aufsteigende Konvektionsströme treiben Erdplatten auseinander. Findet sich entlang der mittelozeanischen Rücken. Dort entsteht durch Vulkanismus neue ozeanische Kruste.

[Schwarze Raucher] untermeerische Austrittsstellen von heissem Salzwasser. Sie können bis zu 60 m hohe Schlote bilden und Wasser bis zu einer Temperatur von 450 Grad Celsius ausscheiden.

[Erdbebenherd] Punkt, an dem das Erdbeben passiert, im Erdinnern gelegen.

Ort an der Erdoberfläche, der direkt über dem Epizentrum liegt.

Aufzeichnungsgerät für Erdbebenwellen. Eine feine Schreibnadel ist stossfest aufgehängt und zeichnet auf das sich durch das Beben bewegende Papier.Es entsteht ein Seismogramm.

Graphische Aufzeichnung des Seismographen, zeigt die verschiedenen Erdbebenwellen. Der Ausschlag der Kurve wird Amplitude genannt.

Primärwelle, Longitudinalwelle, ist am schnellsten, durchschnittlich 6 km/s schnell.

Sekundärwelle, ist langsamer als P-Welle, Geschwindigkeit durchschn. 3.5 km/s

Stärke des Ausschlages im Seismogramm, zeigt die Stärke der Erdbebenwelle.

Mass für die freigesetzte Energie bei einem Erdbeben.

Logarithmisches Mass für die Magnitude, reicht von 1 bis 10, Stärke 4 ist zehnmal stärker als Stärke 3 (logarithmisch)

Flutwelle, welche bei einem starken untermeerischen Beben ausgelöst werden kann. Auf dem offenen Meer ist sie bis ein Meter hoch, baut sich in Ufernähe aber zu einem bis zu 30 m hohen Flutberg auf.

Aus früheren erdgeschichtlichen Zeiten überlieferte Lebensspuren von Tieren und Pflanzen inkl. Tierfährten. Verschiedene Arten: Einschluss, Mumifizierung, Hartteilfossil, Abdruck, Steinkern, Inkohlung oder echte Versteinerung.

Typisches Fossil für eine bestimmte (oft kurze) Zeit, das (welt-)weit verbreitet war. Dient zur Altersbestimmung von Sedimentgesteinen.

Methode zum Bestimmen des Alters (100 bis 70'000 Jahre) aus dem Verhältnis von Kohlenstoff-12 und Kohlenstoff-14 (Isotope C12 und C14).

Querdurchbruch durch eine Gebirgsfalte. Findet sich in der Schweiz im Jura häufig, z.B. Klus von Balsthal.

Der abgesenkte Teil (Mulde) einer geologischen Falte, Gegenteil von Antiklinale

Der aufgewölbte Teil (Sattel) einer geologischen Falte, Gegenteil von Synklinale.

Sediment aus Mooren, das sich aus abgestorbenen nicht zersetzter Pflanzenresten bildet. Getrocknet als einfacher Brennstoff verwendet.

Sedimentgestein, das sich unter Druck und Luftabschluss aus Torf bildet. Brennstoff mit mittlerem Heizwert.

Durch weitere Inkohlung aus Braunkohle entstanden. Brennstoff mit gutem Heizwert.

Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter (s. Fossilien)

Untersuchung der Abfolge von Gesteinsschichten

Altersbestimmung durch Analyse der Baumring-Muster. Es bestehen mehrere Tausend Jahre zurückreichende Zeitreihen. Die unterschiedliche dicke der Ringe lässt auch auf das Klima schliessen.

Analyse der Pollen in den dünnen Ablagerungsschichten von Seen oder Mooren. Die Zusammensetzung der Pollen in einer Schicht lässt auf die Vegetation und indirekt auf das damalige Klima schliessen.

Untersuchung der sehr feinen Ablagerungen in Schmelzwasserseen von Gletschern. Die einzelnen Jahre treten als dünne Bänder in Erscheinung und lassen sich abzählen. Die Ablagerungszeit der Tonschichten lässt folglich absolut datieren.

[Verfestigung] Durch Druck und Temperatur verfestigen sich z.B. Sande zu Sandstein, Schotter zu Nagelfluh.